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Holz
industrie
Zellingen
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Michael Schmidt Str. 1 
 D-97225 Zellingen am Main
 

Im Gegensatz zum konventionellen Holzbau, dessen stabförmige Konstruktionsglieder nach einer eindeutigen Tektonik, d.h. nach einer ablesbaren Logik des Baugefüges verlangen, ist das Brettsperrholz ein indifferentes Material. Es ist nahezu beliebig formbar und problemlos von Industrierobotern bearbeitbar. In der Massivbauweise von z.B. Außenwänden ist die Dämmebene klar von der Tragstruktur getrennt.
 
   
Im Gegensatz zur Leichtbauweise, wo mit Tafeln beplankte, stabförmige Produkte für die Lastabtragung verantwortlich sind, werden bei der massiven Bauweise großformatige, flächenhafte Brettsperrholzplatten eingesetzt.

Die durch die Verwendung von massiven, flächenhaften und lastabtragenden Platten- und Scheibenelementen geprägte Holz-Massivbauweise mit Brettsperrholz zeichnet sich bei entsprechender Fügetechnik gewöhnlich durch eine hohe Gebäudesteifigkeit aus.

Das Ausgangsmaterial für die Herstellung von Brettsperrholz (BSP) sind sägeraue Bretter, welche vorwiegend aus den Stammrandzonen eingeschnitten werden. Die somit verwendete Brettseitenware - in Sägerkreisen, bedingt durch geringere Wertschöpfung eher als »minderwertiges« Schnittholz angesehen - besitzt jedoch gewöhnlich die besten Eigenschaften hinsichtlich Festigkeit und Steifigkeit.

Der typische Aufbau einer BSP-Platte erfolgt mit zueinander in einem Winkel von 90° orientierten Brettlagen bzw. Einschichtplatten. Auch eine Orientierung der Brettlagen z.B. im Winkel von 45° ist denkbar. Der quasi starre Verbund der einzelnen Einschichtplatten erfolgt durch eine flächenhafte Verklebung.
Unterschiedliche Kombinationen von Längs- und Querlagen eines BSP-Elementes ermöglichen eine Vielzahl mehrschichtiger Plattenaufbauten.

BSP-Platten werden grundsätzlich als industriell gefertigte Rohware in Nicht-Sichtqualität hergestellt. Möchte man die Plattenoberflächen in Sichtqualität, so ist eine entsprechende Decklagenausführung erforderlich, wobei diese je nach Eigenschaften als mittragend oder nicht mittragend berücksichtigt werden kann.

Die Holz-Massivbauweise mit Brettsperrholz (BSP) ist geprägt durch den lastabtragenden Einsatz von massiven, mehrschichtig aufgebauten Elementen, welche in den Hauptachsen große Abmessungen gegenüber der Bauteildicke aufweisen (2D-Bauteile). Die flächenhaften BSP-Tragelemente wirken je nach Belastungssituation als Platte und oder Scheibe.

Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von BSP zeigen sich an der BSP-Produkte- und Bauteilvariabilität. So können nicht nur großformatige Außen- und Innenwände sowie Dach- und Deckenelemente realisiert werden, sondern sowohl Stiegenläufe und Balkonplatten als auch stabförmige lastabtragende Bauteile wie Überlager, Unterzüge und Stützen.

Die Stärke eines für einen mehrgeschoßigen Wohnbau (bis max. 3 Geschoße) gewöhnlich eingesetzten 5-schichtigen BSP-Brettsperrholzplattens beträgt erfahrungsgemäß rund 95 mm (Orientierungshilfe). Die Mindeststärke für tragende, massive Wandbauteile ist zwar produkt- und damit kenngrößenabhängig, sollte jedoch generell nicht unter 75 mm liegen (Empfehlung).

Die massiven Wand-, Decken- und Dachelemente können exakt und individuell nach Plan gefertigt werden und lassen sich gewöhnlich mit einer systematisierten und einfachen Verbindungstechnik zusammenfügen. Langwieriges Ausrichten oder Einpassen auf der Baustelle entfällt. Dämmungen, Vorsatzschalen und Fassadenelemente können leicht am BSP-Element befestigt werden

Die Gebäudeaussteifung erfolgt durch aussteifende Wände aus BSP-Elementen, welche in Kombination mit den Geschoßdecken ein steifes, dreidimensionales Tragwerk bilden. Die horizontale Aussteifung setzt eine kraftschlüssige Verbindungstechnik der einzelnen Elemente voraus. br>
DDie erforderliche Anzahl und Lage der aussteifenden Elemente eines Gebäudes wird von der Bauwerksgeometrie, dem Querschnittaufbau sowie der Geometrie der einzelnen aussteifenden Elemente und den horizontalen Lasteinwirkungen (Erdbeben, Wind) bestimmt.

Da massive Wandelemente wesentlich »steifer« sind als beispielsweise Wände in Leichtbauweise (Rahmenbau), kann die Anzahl und Länge der aussteifenden Wandscheiben reduziert werden. Ein entsprechender Nachweis ist aber dennoch Grundlage jeder statisch-konstruktiven Bearbeitung.

 

 

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