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Im Gegensatz zur Leichtbauweise,
wo mit Tafeln beplankte, stabförmige Produkte für die Lastabtragung verantwortlich sind,
werden bei der massiven Bauweise großformatige, flächenhafte
Brettsperrholzplatten eingesetzt.
Die durch die Verwendung von massiven,
flächenhaften und lastabtragenden Platten- und Scheibenelementen geprägte Holz-Massivbauweise mit
Brettsperrholz zeichnet sich bei entsprechender Fügetechnik gewöhnlich durch eine hohe Gebäudesteifigkeit aus.
Das Ausgangsmaterial für die Herstellung von Brettsperrholz (BSP) sind sägeraue Bretter, welche vorwiegend
aus den Stammrandzonen eingeschnitten werden. Die somit verwendete Brettseitenware - in Sägerkreisen,
bedingt durch geringere Wertschöpfung eher als »minderwertiges« Schnittholz angesehen - besitzt jedoch
gewöhnlich die besten Eigenschaften hinsichtlich Festigkeit und Steifigkeit.
Der typische Aufbau einer BSP-Platte erfolgt mit
zueinander in einem Winkel von 90° orientierten
Brettlagen bzw. Einschichtplatten. Auch eine
Orientierung der Brettlagen z.B. im Winkel von 45°
ist denkbar. Der quasi starre Verbund der einzelnen
Einschichtplatten erfolgt durch eine flächenhafte
Verklebung.
Unterschiedliche Kombinationen von Längs- und Querlagen eines BSP-Elementes ermöglichen eine Vielzahl mehrschichtiger
Plattenaufbauten.
BSP-Platten werden grundsätzlich als industriell gefertigte Rohware in Nicht-Sichtqualität hergestellt. Möchte man die Plattenoberflächen in Sichtqualität,
so ist eine entsprechende Decklagenausführung erforderlich, wobei diese je nach Eigenschaften als mittragend oder nicht mittragend berücksichtigt werden kann.
Die Holz-Massivbauweise mit Brettsperrholz (BSP) ist geprägt durch den lastabtragenden Einsatz von massiven, mehrschichtig aufgebauten Elementen, welche in den
Hauptachsen große Abmessungen gegenüber der Bauteildicke aufweisen (2D-Bauteile). Die flächenhaften BSP-Tragelemente wirken je nach Belastungssituation als Platte und oder Scheibe.
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Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von BSP zeigen sich an der BSP-Produkte- und Bauteilvariabilität. So können nicht nur
großformatige Außen- und Innenwände sowie Dach- und Deckenelemente realisiert werden, sondern sowohl Stiegenläufe und Balkonplatten als auch stabförmige lastabtragende Bauteile wie Überlager, Unterzüge und Stützen.
Die Stärke eines für einen mehrgeschoßigen Wohnbau (bis max. 3 Geschoße) gewöhnlich eingesetzten 5-schichtigen BSP-Brettsperrholzplattens beträgt erfahrungsgemäß rund 95 mm (Orientierungshilfe).
Die Mindeststärke für tragende, massive Wandbauteile ist zwar produkt- und damit kenngrößenabhängig, sollte jedoch generell nicht unter 75 mm liegen (Empfehlung).
Die massiven Wand-, Decken- und Dachelemente können exakt und individuell nach Plan gefertigt werden und lassen sich gewöhnlich mit einer systematisierten und einfachen Verbindungstechnik zusammenfügen.
Langwieriges Ausrichten oder Einpassen auf der Baustelle entfällt. Dämmungen, Vorsatzschalen und Fassadenelemente können leicht am BSP-Element befestigt werden
Die Gebäudeaussteifung erfolgt durch aussteifende Wände aus BSP-Elementen, welche in Kombination mit den Geschoßdecken ein steifes, dreidimensionales Tragwerk bilden. Die horizontale
Aussteifung setzt eine kraftschlüssige Verbindungstechnik der einzelnen Elemente voraus.
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DDie erforderliche Anzahl und Lage der aussteifenden Elemente eines Gebäudes wird von der Bauwerksgeometrie, dem Querschnittaufbau sowie der Geometrie der einzelnen aussteifenden
Elemente und den horizontalen Lasteinwirkungen (Erdbeben, Wind) bestimmt.
Da massive Wandelemente wesentlich »steifer« sind als beispielsweise Wände in Leichtbauweise (Rahmenbau), kann die Anzahl und Länge der aussteifenden Wandscheiben reduziert werden.
Ein entsprechender Nachweis ist aber dennoch Grundlage jeder statisch-konstruktiven Bearbeitung.
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