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Da Brettschichtholz aus vorsortierten und von
Fehlstellen befreiten Hölzern gefertigt wird
lassen sich Tragfähigkeiten erreichen, die mit
Vollholz nicht erreichbar sind. Es sind größere
Querschnitte möglich als beim Vollholz, außerdem ist
die Herstellung gebogener Träger möglich. Weil
Brettschichtholz aus getrocknetem Holz hergestellt
wird und mehrschichtig aufgebaut ist findet
Rissbildung in erheblich geringerem Maße als bei
Vollholz statt. Somit eignen sich Leimbinder
hervorragend für offene Dachkonstruktionen in
Wohnhäusern oder für andere Zwecke, bei denen die
unvermeidliche Rissbildung von Vollholz unerwünscht
ist.
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Bretter mit Dicken bis zu 40 mm werden zunächst
technisch auf eine Holzfeuchte von etwa 10%
getrocknet und danach vorgehobelt. Die getrockneten
Bretter werden visuell, zunehmend auch maschinell,
nach der Festigkeit sortiert.
Durch das Einfräsen von an den Enden der Lamellen
ineinander greifenden, zinkenförmigen Profilen (Keilzinkung)
werden die einzelnen Bretter in Längsrichtung zu im
Prinzip beliebig langen Lamellen gestoßen und unter
Druck verleimt. So ist die rationelle Herstellung
einer theoretisch endlosen Lamelle möglich.
Die Lamellen werden auf die geforderte Länge
gekappt, gehobelt, beleimt und aufeinander
geschichtet. Das so entstandene
Brettschichtholzbauteil härtet dann unter Druck aus.
Für die Verleimung werden hauptsächlich
Polyurethanleime und Melaminharzleime eingesetzt. Je nach
Anwendungsgebiet können aber auch Harnstoffharz-
oder Resorcinharzleime eingesetzt werden.
Im Anschluss an die Verleimung werden die Binder
allseitig gehobelt. Außerdem werden die Fehlstellen
im Holz behoben, so dass eine für den sichtbaren
Einsatz ansprechende Oberflächenqualität erzielt
wird. Werden keine Ansprüche an die Optik gestellt,
so kann auch eine Industriequalität hergestellt
werden.
Durch Trocknung, Homogenisierung und
Festigkeitssortierung entsteht ein Produkt, das
formstabil ist und im Vergleich zu Vollholz eine
geringere Rissbildung aufweist. Es kann bis zu 80%
höher beansprucht werden als übliches
Bauschnittholz. Da die Einzellamellen vor dem
Verleimen leicht formbar sind, kann man mit relativ
geringem Aufwand gekrümmte Bauteile herstellen.
Brettschichtholz wird auch als Leimbinder, Leimholz,
Leimbalken oder
Hetzerträger
bezeichnet.
Der Zimmermeister Otto Hetzer aus Weimar erhielt auf
die Erfindung eines gebogenen Holzbauteils am 22.
06. 1906 ein Patent. Das gebogene Holzbauteil sollte
aus zwei oder mehreren Langholzstäben bestehen, die
durch Zwischenfügen eines Klebstoffes zu einem
Bauteil verklebt waren. Das neue
Konstruktionsprinzip hatte zahlreiche Vorteile wie
z. B. die Herstellung beliebig geformter Tragwerke,
die Unabhängigkeit vom aus dem Stamm gewinnbaren
Holzquerschnitt und die Herstellung statisch
günstiger Querschnitte. |
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- Höhere
Festigkeit als herkömmliches Massivholz
- Große Spannweiten
- Formstabilität
- Wenig Risse
- Maßhaltigkeit
- Ausgezeichnetes Brandverhalten
- Ausgezeichnete Wärmedämmeigenschaften
- Hohe Belastbarkeit bei geringem Eigengewicht
- Einheitliches Erscheinungsbild
- Einfach zu bearbeiten
- Erhöhte Erdbebensicherheit
- Hohe Wirtschaftlichkeit
- Elegant, optisch ansprechend
Festigkeitsklassen
| bislang |
neu |
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Festigkeitsklassen DIN 1052-1/A1:Okt.
1996 |
Festigkeitsklassen DIN 1052: Aug. 2004 |
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BS 11 |
GL 24h oder GL 24c |
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BS 14 |
GL 28h oder GL 28c |
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BS 16 |
GL 32h oder GL 32c |
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BS 18 |
GL 36h oder GL 36c |
Abmessungen
Breiten
von 80 bis 280 mm
Höhen
von 60 bis 4000 mm
Längen
max. 28 m
Holzfeuchte:
12 % (+/- 2 %)
Rohdichte:
Fichte ca. 460 kg/m3
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