Technologies Systems Austria
Holz
industrie
Zellingen
AG
Michael Schmidt Str. 1 
 D-97225 Zellingen am Main
 

Da Brettschichtholz aus vorsortierten und von Fehlstellen befreiten Hölzern gefertigt wird lassen sich Tragfähigkeiten erreichen, die mit Vollholz nicht erreichbar sind. Es sind größere Querschnitte möglich als beim Vollholz, außerdem ist die Herstellung gebogener Träger möglich. Weil Brettschichtholz aus getrocknetem Holz hergestellt wird und mehrschichtig aufgebaut ist findet Rissbildung in erheblich geringerem Maße als bei Vollholz statt. Somit eignen sich Leimbinder hervorragend für offene Dachkonstruktionen in Wohnhäusern oder für andere Zwecke, bei denen die unvermeidliche Rissbildung von Vollholz unerwünscht ist.

 
Herstellung Vorteile von Brettschichtholz:

Bretter mit Dicken bis zu 40 mm werden zunächst technisch auf eine Holzfeuchte von etwa 10% getrocknet und danach vorgehobelt. Die getrockneten Bretter werden visuell, zunehmend auch maschinell, nach der Festigkeit sortiert.

Durch das Einfräsen von an den Enden der Lamellen ineinander greifenden, zinkenförmigen Profilen (Keilzinkung) werden die einzelnen Bretter in Längsrichtung zu im Prinzip beliebig langen Lamellen gestoßen und unter Druck verleimt. So ist die rationelle Herstellung einer theoretisch endlosen Lamelle möglich.

Die Lamellen werden auf die geforderte Länge gekappt, gehobelt, beleimt und aufeinander geschichtet. Das so entstandene Brettschichtholzbauteil härtet dann unter Druck aus. Für die Verleimung werden hauptsächlich Polyurethanleime und Melaminharzleime eingesetzt. Je nach Anwendungsgebiet können aber auch Harnstoffharz- oder Resorcinharzleime eingesetzt werden.

Im Anschluss an die Verleimung werden die Binder allseitig gehobelt. Außerdem werden die Fehlstellen im Holz behoben, so dass eine für den sichtbaren Einsatz ansprechende Oberflächenqualität erzielt wird. Werden keine Ansprüche an die Optik gestellt, so kann auch eine Industriequalität hergestellt werden.

Durch Trocknung, Homogenisierung und Festigkeitssortierung entsteht ein Produkt, das formstabil ist und im Vergleich zu Vollholz eine geringere Rissbildung aufweist. Es kann bis zu 80% höher beansprucht werden als übliches Bauschnittholz. Da die Einzellamellen vor dem Verleimen leicht formbar sind, kann man mit relativ geringem Aufwand gekrümmte Bauteile herstellen.

Brettschichtholz wird auch als Leimbinder, Leimholz, Leimbalken oder Hetzerträger bezeichnet.
Der Zimmermeister Otto Hetzer aus Weimar erhielt auf die Erfindung eines gebogenen Holzbauteils am 22. 06. 1906 ein Patent. Das gebogene Holzbauteil sollte aus zwei oder mehreren Langholzstäben bestehen, die durch Zwischenfügen eines Klebstoffes zu einem Bauteil verklebt waren. Das neue Konstruktionsprinzip hatte zahlreiche Vorteile wie z. B. die Herstellung beliebig geformter Tragwerke, die Unabhängigkeit vom aus dem Stamm gewinnbaren Holzquerschnitt und die Herstellung statisch günstiger Querschnitte.

- Höhere Festigkeit als herkömmliches Massivholz
- Große Spannweiten
- Formstabilität
- Wenig Risse
- Maßhaltigkeit
- Ausgezeichnetes Brandverhalten
- Ausgezeichnete Wärmedämmeigenschaften
- Hohe Belastbarkeit bei geringem Eigengewicht
- Einheitliches Erscheinungsbild
- Einfach zu bearbeiten
- Erhöhte Erdbebensicherheit
- Hohe Wirtschaftlichkeit
- Elegant, optisch ansprechend

Festigkeitsklassen

bislang neu
Festigkeitsklassen DIN 1052-1/A1:Okt. 1996 Festigkeitsklassen DIN 1052: Aug. 2004
BS 11 GL 24h oder GL 24c
BS 14 GL 28h oder GL 28c
BS 16 GL 32h oder GL 32c
BS 18 GL 36h oder GL 36c

Abmessungen

Breiten

von 80 bis 280 mm

Höhen

von 60 bis 4000 mm

Längen

max. 28 m

Holzfeuchte:

12 % (+/- 2 %)

Rohdichte:

Fichte ca. 460 kg/m3

 

 

 

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